In dieser Woche habe ich als Vorsitzende des Ausschusses für Sicherheit und Verteidigung des Europäischen Parlaments am Treffen der EU-Verteidigungsminister teilgenommen, das auf Einladung der polnischen Ratspräsidentschaft in Warschau stattfand. Mein Dank gilt dem polnischen Verteidigungsminister Władysław Kosiniak-Kamysz für die Gastfreundschaft und den konstruktiven Austausch. Das Treffen der EU-Verteidigungsminister fand in einer Zeit großer sicherheitspolitischer Herausforderungen statt. Europa steht unter Druck wie selten zuvor – und muss zeigen, dass es bereit ist, mehr Verantwortung für seine eigene Sicherheit zu übernehmen. Die neuen Initiativen sind ein wichtiger Schritt: Das Weißbuch zur Europäischen Verteidigung, das Verteidigungspaket, „Readiness 2030“ und „ReArm Europe“ – all das stärkt Europas Handlungsfähigkeit. Ich unterstütze das mit Nachdruck und begrüße das klare Engagement von Kommissar Kubilius. Aber das kann nur der Anfang sein. Wir müssen die militärische Zusammenarbeit in Europa konsequent weiterentwickeln – Schritt für Schritt, pragmatisch und zielgerichtet. Daraus entsteht ein starker europäischer Pfeiler innerhalb der NATO, kein Ersatz, sondern eine Ergänzung. Langfristig kann das den Weg zu einer Europäischen Armee ebnen. Doch jetzt geht es darum, die Grundlagen zu legen – mit dem Aufbau einer echten Verteidigungsunion. Denn wir müssen ehrlich sein: Kein EU-Staat kann seine Bürgerinnen und Bürger allein ausreichend schützen. Unsere Sicherheit ist eine gemeinsame Aufgabe – und wir müssen jetzt damit beginnen. (MASZ)
Gastbeitrag: Die USA sprechen nicht mehr für die freiheitliche, wertegeleitete Welt. Der Eklat im Weißen Haus hallt weiter nach. Europa kann und darf das nicht mehr länger hinnehmen. (TSZ)